Amstrad GX4000: Exot der 90er Konsolenära

Amstrad GX4000

Ein europäischer Exot mit fantastisch futuristischem Design von 1990. Amstrad einziger Versuch auch am Konsolenmarkt zu bestehen und hatte mit Sega und Nintendo bereits etablierte Konkurrenten.

Heimkonsole

Vom gut laufenden Heimcomputer Segment versuchte Amstrad mit der GX4000 Fuß auf dem Konsolenmarkt zu fassen. 1990 releaseten sie die Konsole exklusiv in Europa. Der Markt war mit dem NES und Sega MasterSystem schon sehr gut bestückt. Die Amstrad GX4000 war noch mit 8-Bit unterwegs und hatte überwiegend Games-Portierungen ihrer CPC-Plus Plattform vom Heimcomputer Markt. Leider floppte die Konsole vom Start an. Eine nicht herausstechende Spiele-Bibliothek, sowie schlechtes Marketing waren der Hauptgrund. Zudem war der Zeitpunkt nicht optimal, da die 16-Bit Ära schon in den Startlöchern stand. Amstrad schaffte es gerade einmal knapp 15.000 Einheiten zu verkaufen, somit wurde die Produktion bereits nach 1 Jahr eingestellt. Als Sonderling ein tolles Stück der Sammlung.

Release 1990
SL-GC10-S
20,0 x 18,0 x 22,0 cm

Prozessor
8-Bit
Zilog Z80 - 4 MHz

Arbeitsspeicher
64 kB RAM
16 kB VRAM

Grafik - custom ASIC
160×200/16c, 320×200/4c
640×200/2c, 12-Bit Farbtiefe

Sound - Stereo
General Instrument
AY-3-8912 - 3CH/DMA

Medium
GX4000 Module

Design

Das wohl beeindruckendste war das Design. Selten habe ich so eine schöne Konsole in den Händen gehalten. Wer auf SciFi steht wird hier auf seine Kosten kommen. Die GX4000 selbst sieht schon wie ein Spaceship aus. In Lichtgrau mit den Rosaroten Bedienelementen macht sie schon was her. Erinnert eher an das Design der Konsolen aus dem Hause NEC. Das Gamepad hat auch eine passende Form bekommen und es wirkt sehr durchdacht. Technisch eindrucksvoll war auch der mitgelieferte direkte RGB-Ausgang. Das war zu der Zeit unter den Konsolen noch nicht gängig. Sie besaß einen Scart-Anschluss, welcher an der Konsole direkt auch nicht typisch war. Somit konnte mit einem herkömmlichen Scart-Kabel ein RGB Signal direkt zum Fernseher geschickt werden, ohne ein eigenes Kabel dafür zu verwenden.

Showcase

Anschluss-Vielfalt

Trotz der recht kompakten Bauform bietet nicht nur das Heck viele Anschlüsse, an Front gibt es einen Kopfhörer Ausgang, 2x 9-Pin Controller-Ports, sowie einen echten IBM-Standard analogen Joystick-Port. Sogar Lightguns können per RJ11 Anschluss genutzt werden. Aufgrund seines Nichterfolgs und relativen Unbekanntheit bin ich heute umso mehr ein Fan der Konsole. Das ganze Design und Gesamt-Konzept ist stimmig und spricht mich voll an. Bin jedes mal froh sie zu besitzen. Der Zustand ist aufgrund schwachem Verkauf fast immer tadellos, da die Geräte kaum genutzt wurden.

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